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| Geschichte Rums im Überblick | Dorfbuch-Chronik |
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Das Gemeindegebiet von Rum umfasst nur 856 Hektar, höchster Punkt ist die Rumer Spitze mit 2453 Meter, tiefster Punkt der Inn mit 563 Meter Meereshöhe. Der ursprüngliche Dorfkern liegt zwischen 600 und 700 Meter auf einem ausgedehnten Schuttkegel der Rumer Mur, die schon der bedeutende Tiroler Landeskundler Johann Jakob Staffler „das größte Mureinzugsgebiet Nordtirols“ nannte. Der Ort hatte stets unter dieser Mure (Bild zeigt den Abbruch) zu leiden; überliefert sind große Murbrüche in den Jahren 1729, 1769, 1770, 1788, 1875, 1894 und 1905.
Kirchlich war Rum jahrhundertelang nur eine kleine Filiale der mächtigen Pfarre Thaur, die Urpfarre der gesamten Marthadörfer (Mühlau bis Absam) ist. 1337 wird erstmals ein Kirchlein in Rum - der heiligen Margareta geweiht - erwähnt. Zwischen 1460 und 1480 wird eine neue Kirche (Bild links) in gotischem Stil erbaut, 1765 barockisiert, 1862 bis 1865 vergrößert und verändert, 1966/67 wieder rebarockisiert. 1826 bekommt Rum erstmals einen eigenen Seelsorger, 1940 wird es Pfarrvikariat, erst seit 1948 ist Rum eine selbständige Pfarre.
Im letzten Drittel des 20. Jahrhunderts errichtete die Wildbach- und Lawinenverbauung oberhalb des Dorfes große Schotter-Auffangbecken und sicherte den Murverlauf (Wappen zeigt die Murverbauung). So konnten große neue Siedlungsräume für die Verbauung freigegeben werden. Die Entstehung des neuen Ortsteiles Neu-Rum mit gemischtem Wohn- und Wirtschaftsgebiet ab den sechziger Jahren brachte einen rasanten Bevölkerungszuwachs (1951: 1.687 - 1971: 5.094 - 1991: 8.071 - 2001: 8.368 Einwohner).
Das Dorfbuch ist keine Chronik und war auch nicht als solche konzipiert. Von den insgesamt 712 Seiten oder 356 Blättern sind drei gedruckt und sollten wohl als große Kapiteleinteilungen dienen, "Die Geschichte unseres Dorfes", "Der Mensch unseres Dorfes" und "Das Volkstum unseres Dorfes". Die ersten beiden Blätter wurden von Hand nachkoloriert, mit Ausnahme des ersten Blattes haben sie in der vorliegenden Fassung aber kaum noch Einteilungsfunktion. Dem Schrifttyp nachempfundene, mit Zeichnungen versehene und kolorierte Blätter traten an ihre Stelle. In einem Fall folgt auf eine liebevoll gestaltete Kapitelüberschrift "Sicherheit-Versicherung" dann aber nur eine einzige Seite vor dem nächsten Kapitel. Große Kapitel wie "Geschichte" wurden in nicht ganz nachvollziehbarer Weise weiter untergliedert.